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Linz Strom Gas Wärme GmbH

Linz Strom Gas Wärme GmbH

Das Projekt/Technische Daten:

  • Heizleistung: 2.100kW
  • Wasserinhalt gesamt: 17.000 Liter
  • Max. Betriebstemperatur: 120°C
  • Einzustellender Betriebsdruck: 8barü
  • Abblasedruck SV: 13 barü
  • Max. Rücklauftemperatur: 70°C
  • Wassererwärmung: 20°C auf max. 122°C

Der Kunde:

LINZ STROM GAS WÄRME GmbH betreibt in der Landeshauptstadt Oberösterreichs das Fernwärme- und Fernkältenetz. Über 90 Prozent aller öffentlichen Gebäude in Linz sowie über 80.000 Wohnungen in Linz, Traun und Leonding werden bereits mit Fernwärme beheizt.

Referenzbericht:

In diesem Projekt durfte EDER die folgenden Komponenten liefern: Vorschaltgefäß EV 500-16-160, Steuereinheit MCM-M3-10.0-Twin, Expansionsgefäße EG 1.500M, Binäre und analoge Fernmeldung, Nachspeisemodul MCF-3, Entgasungsmodul MAE-1und eine vom TÜV-geprüfte Sicherheitsausrüstung für Heißwasseranlagen (>110°C).

Grund für dieses Projekt ist eine notwendige Druckerhöhung aufgrund geodätischer Höhe. Obwohl das Primärnetz mit 25 bar ausgelegt wurde, könnten sonst höher gelegende Kunden nicht mehr erreicht werden.

Die Besonderheit liegt neben der Heißwasser-
Thematik vor allem in der speziellen Nachspeisung der Sekundärseite. Diese erfolgt mit dem aufbereiteten Wasser der Fernwärme von der Primärseite. Nachdem jedoch in diesem Netz immer wieder Temperaturen über 70° C herrschen und eine direkte Nachspeisung die Membrane des Expansionsgefäßes gefährden würde, wurde ein Vorschaltgefäß EV 500 in der Druckstufe PN 25 zur Abkühlung (inkl. Temperaturüberwachung) dazwischen geschalten.
Sobald im Expansionsgefäß der Inhalt unter 20 % fällt, wird die automatische Nachspeisung aktiviert.Es öffnet sich das primärseitige Motorventil (Dauer ca. 1-2 min) gemeinsam mit dem Magnetventil des Nachspeisemoduls MCF-3 und die Nachspeisung vom Primärseite Fernwärme Wasser zu Sekundärseite beginnt. Sobald der Behälter auf 30 % gefüllt wird, wird die Nachspeisung gestoppt. Normalerweise würde das Magnetventil sofort schließen, das primärseitige Motorventil braucht jedoch 1-2 min zum Schließen. Um etwaige Druckunterschied bzw. Druckschläge zu vermeiden, wurde das Magnetventil mit einer Nachlaufzeit versehen, damit sichergestellt wird, dass zuerst das Motorventil zu 100 % geschlossen ist, bevor das Magnetventil schaltet.
Zusätzlich wurde noch eine Temperaturüberwachung installiert, welche die Nachspeisung unterbricht, sollte das primäre Nachspeisewasser im Vorschaltgefäß nicht unter 60°C abgekühlt sein, um so die Membrane zu schützen.